Der Parkplatz Dreispitz in Zug wurde a PARK(ing) Day 2026 gerade auch von spielenden Kindern belebt. Paula Gisler
23.09.2026

PARK(ing) Day 2026: Kinder spielen, wo sonst Autos parkieren

Am PARK(ing) Day Zug vom 19. September 2026 hat Pro Natura Zug zusammen mit dem VCS Zug und Pro Velo Zug den Parkplatz Dreispitz in Zug belebt. Wir haben gezeigt: Parkplätze böten Raum für Menschen, statt für herumstehende Autos.

Es wuselt auf dem Parkplatz Dreispitz mitten in Zug an diesem Samstag, dem 19. September 2026. Statt Autos mit gestressten Fahrer:innen, die versuchen, einen der wenigen Aussenparkplätze zu ergattern, spielen Kinder auf der Parkfläche. Der Grund ist der PARK(ing) Day Zug, welchen die drei Zuger Umweltorganisationen VCS, Pro Velo und Pro Natura zusammen mit anderen Organisationen organisiert haben. Die Idee des weltweit organisierten PARK(ing) Days ist so einfach wie genial: Für ein paar Stunden gehören die Parkplätze den Menschen. In Zug findet der PARK(ing) Day jeweils am dritten Samstag im September statt. 

«Bei den Klimaanpassungen in den Siedlungen können wir auch auf lokaler Ebene etwas bewirken: Weniger Versiegelung, mehr Grün und Blau in Form von Begrünung, Baumpflanzungen und Wasser.»

André Guntern, Präsident von Pro Natura Zug Stefan X. Bremer
André Guntern ist Präsident von Pro Natura Zug und macht selbst Naturgartenberatungen im Rahmen unseres Projekts BONJOUR NATURE.

Den Parkplatz nach eigenen Vorstellungen gestalten

Passant:innen schauen interessiert vorbei, viele machen kurz Halt während der Wochenenderledigungen. Auf einem Parkfeld steht ein Pingpongtisch des Vereins Ping Zug, an dem Besuchende fleissig spielen. Andere grooven und trommeln bei einem sogenannten «Drum Circle». Bei LABforKids steht das BaukulturMOBIL; Interessierte können den Parkplatz nach ihren Vorstellungen neu gestalten. Die Ideen halten die Besuchenden auf einem Plan in bunten Farben fest. «Das ist PARK(ing) Day pur: Ein Platz mitten in der Stadt für Menschen und nicht für herumstehende Autos», freut sich Philipp Kissling vom VCS Zug, welcher den PARK(ing) Day seit Jahren organisiert. Der Ruf nach einem Umdenken des Platzes ist allgegenwärtig. VCS, Pro Velo und Pro Natura Zug fordern eine nachhaltige Verkehrs- und Stadtplanung, in der die Menschen und nicht der Verkehr im Zentrum stehen.

Beim BaukulturMOBIL konnten die Besucher:innen träumen und einen Parkplatz nach ihren Vorstellungen neu gestalten. Paula Gisler
Beim BaukulturMOBIL konnten die Besucher:innen träumen und einen Parkplatz nach ihren Vorstellungen neu gestalten.

Samenbomben für mehr Stadtgrün

Besonders bunt geht es am Stand von Pro Natura Zug zu und her. Wir zeigen mit Plakaten, Infomaterial und bunt mit Ästen verzierten Stellwänden, wie wichtig mehr Natur im Siedlungsraum ist. Die Besuchenden können gleich selbst Hand anlegen und Samenbomben basteln. Wir hoffen, diese landen auf vielen Brachplätzen und sorgen im nächsten Frühling für vielfältige Farbtupfer.

Beim Stand von Pro Natura Zug konnten Besucher:innen Samenbomben basteln, mit denen sie die Stadt etwas farbenfroher und ökologischer gestalten können. André Guntern
Beim Stand von Pro Natura Zug konnten Besucher:innen Samenbomben basteln, mit denen sie die Stadt etwas farbenfroher und ökologischer gestalten können.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Besuchenden können vor Ort frisch zubereitete Paella geniessen. Zum Dessert gibt es Kaffee und selbstgemachten Kuchen. Die Band Janalynn sorgt mit ihren stündlichen Auftritten für Stimmung und lässt viele mitwippen.

Weiterführende Informationen

Info

Der PARK(ing) Day wurde im Jahr 2005 in San Francisco von einem Kunst- und Design-Kollektiv ins Leben gerufen. Die Idee ist einfach und überzeugend: Auf der Fläche eines markierten Parkfelds wird temporär ein öffentlich zugänglicher Ort geschaffen. Was genau auf den Parkflächen gestaltet wird, bleibt den Teilnehmerinnen überlassen. Allen Installationen ist gemeinsam, dass sie einfach auf- und abgebaut werden können und dass sie nicht kommerziell sind.