Die von Pro Natura Zug gestaltete Südböschung beim Pumptrack Neuheim mit Infotafel. Am Eröffnungstag, 6.9.26. Sebastian Moos
Dorf & Stadt

Pumptrack Neuheim

Artenvielfalt und kühne Jumps direkt nebeneinander

Projektdauer: 02.03.2026 - 06.09.2026
Pro Natura Zug hat im Sommer 2026 eine grosse Südböschung beim neuen Pumptrack in Neuheim ökologisch gestaltet. Wir zeigen damit: Attraktive Freizeitangebote und eine hohe Biodiversität können Hand in Hand gehen. Wir werden die Entwicklung der Böschung in den nächsten Jahren begleiten, damit sie ihr volles ökologisches Potenzial entfalten kann.

Als wir anfangs Jahr gesehen haben, dass der Verein «Neuheim Bewegt» die Bewilligung für den Bau eines Pumptracks hinter der Lindenhalle erhalten hat, sind wir auf den Verein zugetreten, um eine Zusammenarbeit zu prüfen: Bauprojekte sind auch immer eine Chance, um neu entstehende Flächen ökologisch und artenreich zu gestalten. Wir haben beschlossen, dass Pro Natura Zug die grosse südexponierte Böschung, welche durch die Erdbewegungen entstanden ist, ökologisch gestalten kann.

 

Die durch den Bau des Pumptracks neu entstandene Südböschung, welche Pro Natura Zug ökologisch gestalten konnte. André Guntern
Nach den Bauarbeiten für den Pumptrack Neuheim sah die Böschung noch ganz nackt aus.

Blütenreiche Fromentalwiese und Strukturen

Dadurch hat sich eine Win-Win-Situation ergeben: «Neuheim Bewegt» musste sich um eine Grünfläche weniger kümmern, und wir konnten die Böschung so vielfältig wie möglich gestalten. Dazu liessen wir die Böschung mit einer blütenreichen Fromentalmischung einsäen. Strukturen wie Ast- und Steinhaufen schaffen Versteckmöglichkeiten Tierarten wie Zauneidechse und Igel. Zudem sorgen Bäume und Sträucher für Schatten und weitere Lebensräume.

 

Kleinstrukturen wie der Steinhaufen im Vordergrund und blütenreiche Wildstauden gleich dahinter bereichern die Südböschung des Pumptracks Neuheim. Sebastian Moos
Kleinstrukturen wie der Steinhaufen bieten Eidechsen und anderen Tieren Unterschlupf und Lebensraum. Die blütenreichen Wildstauden gleich dahinter sind Nahrungsgrundlage für viele Insekten.

Frisch angelegt und es regnet nicht

Die Gärtnerfirma hat die Böschung diesen Frühsommer angelegt. Danach hat es über Wochen kaum mehr einen Tropfen geregnet. Dank des Einsatzes des Werkhofs Neuheim hat ein Grossteil der Sträucher und Wildstauden überlebt. Im Herbst 2026 dominierte die einjährige Hirse. Wir sind zuversichtlich, dass sich mit dem guten Pflegeplan, welchen wir mit dem Werkhof Neuheim ausgearbeitet haben, bald eine artenreiche Fromentalwiese entwickeln wird und es summt und brummt. Auf den gepflanzten Wildstauden wie Wegwarte, Natterkopf und Flockenblume liessen sich bereits öfters verschiedene Insekten beobachten. Wir werden das Projekt weiter begleiten und uns mit einer angepassten Pflege dafür einsetzen, dass die Böschung so vielfältig und naturnah wie möglich wird.

Eine kleine Infotafel am Rand der Böschung informiert über die ökologische Aufwertung. Nutzen auch Sie die Gelegenheit und besuchen Sie den Pumptrack – die Kinder werden es lieben!