Umweltrating hilft, umweltfreundlich zu wählen
Die Umwelt ist auch im Kanton Zug unter Druck. Ob sich daran etwas ändert, entscheiden unter anderem die Politikerinnen und Politiker, die am 4. Oktober gewählt werden. Welche Politiker:innen besonders umweltfreundlich abstimmen – insbesondere bei den bürgerlichen Parteien – ist für Wählende oft nicht einfach herauszufinden. Um ihnen eine Entscheidungshilfe zur Hand zu geben, haben die Zuger Umweltorganisationen WWF, Pro Natura und VCS ein Umweltrating erstellt. Darin können die Kandidierenden für den Kantons- und Regierungsrat 17 Fragen mit Umweltbezug beantworten. Die Fragen beziehen sich auf die Bereiche Biodiversität, Energie, Konsum, Mobilität und Klima.
Unabhängig von Parteigrenzen
Anhand der Antworten ermittelt das Umweltrating, wie umweltfreundlich die Politiker:innen künftig abstimmen wollen – unabhängig von Parteigrenzen. Interessierte können auf der Website www.ecorating.ch bis am Wahltag nachschlagen, welche Kandidierenden sich besonders für Umweltanliegen einsetzen wollen. Bedauerlicherweise haben die Präsidenten von FDP und SVP Zug den Umweltorganisationen mitgeteilt, dass ihre Parteien nicht an der Umfrage mitmachen. Dadurch wird den Kandidierenden die Möglichkeit genommen, innerhalb ihrer Parteien ihre Haltung zu Umweltfragen offenzulegen.
Entscheidend: an die Urne gehen
Entscheidend ist letztlich, das Wahlrecht bis am 4. Oktober wahrzunehmen. Sebastian Moos, Projektleiter bei Pro Natura Zug: «An der Urne haben wir die Möglichkeit, konkret die Weichen für sauberes Wasser, gesunde Böden und mehr Artenvielfalt im Kanton Zug zu stellen.»
Weiterführende Informationen
Info
Das Umweltrating ist ein Angebot der Umweltallianz, einem Zusammenschluss der sechs Umweltorganisationen BirdLife, Greenpeace, Pro Natura, SES, VCS und WWF. Die Plattform ist eine Online-Wahlhilfe, die aufzeigt, wie sich Politikerinnen und Politiker umweltpolitisch verhalten.